PRESOURCE

Förderung der Ressourceneffizienz von KMUs in Zentraleuropa

Förderprogramm:
Lead Partner:
Gesamtbudget:
2 Mio. €
Laufzeit des Projekts:
2012–2014
Natürliche Ressourcen sind in der EU die Grundlage unserer Wirtschaft und gewährleisten unseren hohen Lebensstandard. Unser verschwenderischer Umgang mit natürlichen Ressourcen gefährdet jedoch diesen Status quo. Um auch in Zukunft erfolgreich wirtschaften und gut leben zu können, müssen politische Maßnahmen auf europäischer Ebene ergriffen werden, um die Effizienz der Ressourcennutzung zu erhöhen. Insbesondere umweltpolitische Ziele können nur mit einer Steigerung der Ressourceneffizienz erreicht werden. Darum ist „Ressourcenschonendes Europa “ auch eine der 7 zentralen Leitinitiativen der Strategie Europa 2020.

Der Fahrplan für ein „Ressourcenschonendes Europa“, der der Leitinitiative zugeordnet ist, definiert Ressourcenproduktivität (gemessen als Verhältnis des BIP zum inländischen Materialverbrauch), als Leitindikator für Ressourceneffizienz. Die EU12 Mitgliedstaaten (und die meisten Partnerländern in Zentraleuropa gehören zu den neuen Mitgliedstaaten) haben eine deutlich geringere Produktivität als der Durchschnitt der EU15 oder EU27 Mittglieder (581 im Vergleich zu 1304 USD / Tonne). Und der Trend ist noch alarmierender: Während die Materialproduktivität in den EU15 Mitgliedstaaten seit dem Jahr 2000 stetig steigt, stagniert die Produktivität in den EU12 Mitgliedstaaten oder sinkt sogar. Dies zeugt von sofortigem Handlungsbedarf speziell in Zentraleuropa.

In diesem doch recht weiten Feld zielt PRESOURCE speziell auf die Verbesserung der Ressourceneffizienz in KMUs des produzierenden Gewerbes in Zentraleuropa ab. Diese Zielsetzung soll durch gemeinsam entwickelte Maßnahmen zur Identifizierung und Nutzung bisher brachliegender Potenziale für Materialeffizienz erreicht werden.

Folgende Ergebnisse sollen im Projekt erzielt werden:
(A) Verbesserte innerbetriebliche Kapazitäten (im Management -und Technologiebereich): KMUs werden darin unterstützt, innerhalb ihrer eigenen Organisation Verbesserungspotenziale zu erkennen und auszuschöpfen.
(B) Verbesserung der Finanzierungsmöglichkeiten von Ressourceneffizienzmaßnahmen in KMU: Anreize und innovative Finanzierungsmodelle werden entwickelt, um Investitionsentscheidungen zu erleichtern.
(C) Verbesserte Rahmenbedingungen: Politische Entscheidungsträger und Multiplikatoren in Zentraleuropa sollen sich den Anforderungen des Fahrplans für ein „Ressourcenschonendes Europa“ annehmen können.

Das PRESOURCE Partner-Netzwerk ist optimal gestaltet, um diesen Ansatz umzusetzen: Es umfasst nationale Entscheidungsträger (viele nationale Umweltministerien arbeiten mit), Behörden, Forschungseinrichtungen sowie Beratungsunternehmen, die im Bereich Ressourceneffizienz zu Hause sind.

Ob nun aus Sicht der Märkte, des Umweltschutzes oder der EU-Politik: Ressourceneffizienz wird in jedem Fall in den nächsten Jahre eines der zentralen Themen auf europäischer Ebene - und damit auch auf nationaler Ebene - sein.